Kurt Lewin begründete die Feldtheorie menschlichen Verhaltens.

Schriften zur angewandten Psychologie. Aufsätze, Vorträge, Rezensionen, hrsg. und eingeleitet von Helmut E. Lück, Verlag Wolfgang Krammer, Wien 2009. Besonders: The conceptual representation and the measurement of psychological Forces. Durham, 1938. Kurt Lewin begründete die Feldtheorie menschlichen Verhaltens. Besonders hervorzuheben sind zwei sehr unbekannte Forschungen in diesem Feld: Experimentelle Ergebnisse zum Spannungsprinzip: Ovsiankina-Experiment (1928): Unerledigte Aufgaben werden nach Unterbrechung wieder aufgenommen, um Spannungsausgleich zu erreichen. Marrow (1938): die psychologische Umwelt als VH-Determinante: Bei Unterbrechung einer Aufgabe nach der Mitteilung, dies würde bedeuten, dass der Versuchsleiter sehen würde, dass man zur Lösung der Aufgabe im Stande sei, wurde die Aufgabe als „erledigt“ betrachtet und vergessen.

 

Das Museum der Neugier

Das Museum der Neugier, oder wie es im Original heisst „The Museum of Curiosity“ ist Programm auf BBC Radio 4. Es startete 2008 und besteht aus  John Lloyd als „The Professor of Ignorance at the University of Buckingham“. Als Besitzer des Museums der Neugier empfängt er Gäste, die ihm und dem Museum die Kuriositäten des Alltags vermachen.

 

 

Die top 5 der kuriosesten Überlassungen:

  1. Bilder von Tieren in Kleidung
  2. Erfindungen, die für Dinge genutzt werden, für die sie gar nicht gedacht waren.
  3. Singende Sanddünen
  4. Ein lachender Baum
  5. Nutzerfreundliche Gifte – Botox

www.bbc.co.uk/programmes/b00k3wvk

 

 

Die Wichtigkeit der Neugier

Das Geld liegt heuet nicht mehr auf der Straße. Es fliesst im Netz. Ben Milne, der CEO von Dwolla, hat uns das eingebrockt. Mit unbändiger Neugier fragte er sich: wenn das Internet Daten von Einem zum Anderen senden kann, warum sollte das nicht auch mit Geld gehen? Dwolla war die Antwort. Das von ihm gegründete Unternehmen für digitales Bezahlen hat 2013 $1 Milliarde für 250,000 Konsumenten und Unternehmen  and businesses  transferiert. Der Angriff auf Paypal und Visa hat ein Gesicht. Ist Milne also ein Wunderkind? Die Animation gibt die Antwort:

 

 

 

George A. Kelly: The psychology of personal constructs. Vol. I, II. Norton, New York, 1955. (2. Auflage: 1991, Routledge, London, New York) Persönliche Konstrukte und Verhaltensantizipation. Basispostulat: Prozesse einer Person werden psychologisch kanalisiert durch die Art, in der sie Ereignisse vorwegnimmt: 1. Konstruktionskorrolarium = eine Person antizipiert Ereignisse, indem sie ihre Wiederholung konstruiert. (neues Ereignis so interpretieren, als ob das Ereignis wiederkehrt). 2. Individualitätskorrolarium = Personen unterscheiden sich voneinander in der Konstruktion von Ereignissen (Kelly sieht Personen aus ihrer eigenen Sichtweise, versucht nicht, deren Eigenschaften nach einem bestehenden System zu bewerten – radikal subjektiver Ansatz!).

BECTA Report (2006), Learning styles – an introduction to the research literature

Felder, R.M. and Spurlin, J.E. (2005). A validation study of the Index of Learning Styles. Applications, Reliability, and Validity of the Index of Learning Styles, Intl. Journal of Engineering Education, 21(1), 103-112 . Der ILS ist ein Instrument, um die Präferenzen der 4 Dimensionen des Felder-Silverman Lernstilmodells. The Web-based version of the ILS is taken hundreds of thousands of times per year and has been used in a number of published studies, some of which include data reflecting on the reliability and validity of the instrument. This paper seeks to provide the first comprehensive examination of the ILS, including answers to several questions:(1)Whatarethedimensionsandunderlyingassumptionsofthemodeluponwhichthe ILS is based? (2) How should the ILS be used and what misuses should be avoided? (3) What research studies have been conducted using the ILS and what conclusions regarding its reliability and validity may be inferred from the data?

 

Cassidy, S (2004), Learning styles: an overview of theories, models and measures, Educational Psychology, 24(4), 419–444. Rogers (1902 – 1987): Selbstkonzept und Persönlichkeitsentwicklung. Erlebnisse werden ständig mit diesem Ziel verglichen: Entwicklungsdienliche Erlebnisse werden erkannt durch Achten auf die eigenen Gefühle (als verlässliche Bewertung); d. h. Offenheit gegenüber der eigenen Erfahrung ist unbedingt nötig – auch Integration bedrohlicher Gefühle statt Verleugnung.

 Sadler-Smith, E (2001), The relationship between learning style and cognitive style, Personality and Individual Differences, 30, 609-616.

Robert Sternberg (1949 – )  (1997): Successful intelligence. New York: Plume. Seine Forschung zu den kognitven Stilen ist sehr umstritten und vielerorts wird die Forderung publik, die Idee der kognitiven Stile fallen zu lassen.

 

 

Was passiert im Gehirn eines Menschen, der in einer Bildungseinrichtung ist?

Was macht sein Kopf mit der Info? Wir wirkt eine Ausstellung auf das, was er denkt und wie er denkt? Antworten auf diese Fragen zu finden, haben sich unterschiedlichste Forschungsbereiche auf die Fahnen geschrieben. So sucht die Psychologie nach kognitiven Persönlichkeitsmerkmalen. Es geht dabei um die formalen Aspekte der Verarbeitung von Informationen – um individuelle Stile sozusagen.. Also: WIE etwas verarbeitet wird.  Hinzu kommen die Aussagen der pädagogischen Psychologie. Der recht prominenten Ansatz des “Index of Learning Styles”, der besonders im schulischen und universitären Bereich getestet wurde, bietet anschauliche Ergebnisse. Neben diesen ausgewählten wissenschaftlichen Herangehensweisen gibt es eine Anzahl an Denkstilanalysen und Verhaltensclustern bei der Verarbeitung von Umweltreizen, wie z.B. das HBDI, den MBTI oder das Lernstilmodell von David A. Kolb.

Warum wollen wir das überhaupt wissen?

In der Forschung gibt es einen groben Konsens darüber, dass die Art wie ein Mensch mit der ihn umgebenden Welt interagieren will bzw. einer Lernsituation begegnet, großen Einfluss auf Performance und Ergebnisse des Lernerfolgs hat. Nun gehen die Menschen ja ins Museum, um etwas Neues zu lernen. Die Forschung weiß nun weiter: wenn es einen Missmatch zwischen Lerner und Angebot in Sachen Stil gibt, dann lernt er weniger, hat weniger Belohungserlebnisse und sucht eine solche Lernsituation nicht wieder auf. Das ist natürlich nicht so günstig für das Museum.

Gibt es ein eingängies Modell für die Psychologie der Information?

Die Frage, die wir uns immer wieder gestellt haben ist: welche korrelierten Faktoren lassen sich in den Ansätzen finden, die uns ein eingängiges Modell der Informationsgestaltung aufbauen lassen? Denn, wenn jeder Mensch Präferenzen der Informationsverarbeitung besitzt, und Musuemsbesucher keine weitere Stufe in der Evolution des Menschen darstellen, haben auch sie Präferenzen. Dieses Präferenzkonstrukt gilt es bei der Gestaltung von Ausstellungen und anderen Bildungs- und Kulturangeboten zu beachten.

 

Welche Ansatzpunkte für ein solches Modell gibt es?

Unser Verhalten wird hauptsächlich durch die kognitive Repräsentation der Umwelt bestimmt. Dieses innere Abbild  entsteht durch Wechselwirkung von äußeren Reizen und innerpersonalen Prozessen. Logischer Schluss: Unser Verhalten ist u.a. abhängig davon, wie wir unsere Umwelt kognitiv und affektiv verarbeiten. Geleitet wird unser Hirn dabei z.B. von Bedürfnissen, Motivationslagen oder individuellen Reaktionstendenzen. In der Forschung ist das ein nicht mehr ganz neuer Hut. Doch es gibt eine nicht unerhebliche Lücke zwischen dem, was die Forschung weiß und die Einrichungen tun.

Die Frage, die wir uns in der Gestaltung stellen, ist: Warum wählt ein Besucher aus den ihm zur Verfügung stehenden Alternativen gerade das Verhalten x, aber nicht y? Aus dieser Rekonstruktion entwirft man eine Vorhersage des tatsächlich gezeigten Verhaltens. Dieses Verfahren prägt die Lernstilforschung seit gut 40 Jahren. Der erste Recherche-Blick fällt – sinnigerweise – auf die Lernstilforschung. Ein noch recht aktueller Überblick von Simon Cassidyaus dem Jahr 2004 zeigt: es gibt so viele Ansätze wie es Forscher gibt; manche besser, weil reliabler, manche weniger gut, weil ohne empirische Belege. Ein zweiter Übersichtsartikeln von Frank Frank Coffield und seinem Team hat 71 verschiedene Modelle kontrastiert, auf Validität und Realibilität bewertet und auf seinen praktischen Nutzen hin überprüft.

Generell können fünf Familien von Lernstilen unterschieden werden: modalitätsspezifische, sich an kognitiven strukuren orientierende, persönlichkeitsbasierte, auf flexible Präferenzen aufbauende, strategiebasierte Ansätze. Es geht also von der Idee, dass Lernstile fixiert und in Bezug zur Persönlichkeit stehen bis hin zu den Vorstellungen, dass es sich um veränderbare Konezpte eines Menschen handelt.

HBDI. wird in der Forschung (Learning styles and pedagogy in post-16 learning A systematic and critical review, 2004) von Frank Coffield et als beschrieben als “A model which, although largely ignored in academic research, offers considerable promise for use in education and training. It is more inclusive and systemic than many others, taking an optimistic, open and non-labelling stance towards the development of people and organisations. “ Geht man von diesem Modell aus und schaut sich weitere Methodologien an, lässt sich als Basis eine 4-Teilung an Verarbeitunsarten ableiten. Die veschiedenen Ansätze gehen sehr unterschiedlich darauf ein, scheinen aber diese Basis zu besitzen: die 4 Dimension  setzten sich aus kognitiven, affektiven und sozialen Dimensionen zusammen: Reflexivität vs  Impulsivität, Verbaliser vs. Visualizer und Sequentialisten vs. Globalisten. In der Mischung und reduziert auf die Grundfragen der Informationsverarbeitung kommen wie so zu 4 Fragen, 4 ARten, wie man mit einer Info umgehen kann: 1. Was sind die Fakten, 2. Wie kann ich es einsetzen, 3. Mit wem Teile ich diese Informationen, 4. Was wäre wenn ich das Gegenteil annehme?.