iBrain – wie das Digitale das Hirn verändert & wie das Hirn das Digitale verändert.

Menschen in Unternehmen erleben das tagtäglich. Die Mindjet-Studie von 2012 belegt: Die Informationsrecherche der Mitarbeiter kostet Unternehmen jährlich € 4.334 pro Person. Jede 5. Mail wird nicht gelesen. 14% arbeiten länger, um alles zu schaffen. 12% sind sich der Problematik bewusst, haben aber keine Lösung. Die restlichen 74% waren zu überlastet, um an der Studie teilzunehmen.

Ertrinken wir tatsächlich in der Infoflut? Dümpeln wir gemeinsam einsam in der digitalen See? Unser Team von Braincheck sagt: Nein. Vom Ertrinken sind wir weit entfernt. Nur haben wir leider nie unseren „Freischwimmer für das digitale Hirn“ absolviert.

In einem neuen Vortrag rund um die Kommunikation mit digitalen Hirnen und der Neugier auf neue Technologien, der auf dem Fabasoft EGOVDAY 2016 in Wien und Bern Premiere hatte, erlebten 400 Teilnehmer spannende Antworten.

fabasoft-94_webDenn die Ergebnisse der Mindjet-Studie ebnen den Weg für einen erstaunlichen Denkfehler: sie betrachten die digitale Welt als distanzierter und bewertender Beobachter. Wer sich nicht selbst in den Netzwerken bewegt und sie als eine schwer zu ertragende Kakophonie empfindet, der fühlt sich logischerweise schnell überfordert und vielleicht sogar aggressiv belästigt. Das Ergebnis ist ein Mensch, der sich als Netzwerk-Zaungast erlebt und einer wilden Party gleichermaßen neugierig wie irritiert aus der Ferne zuschaut. Zukunftsfähige Menschen und Organisationen sind in der Lage, auf die wachsende Komplexität und Dynamik einer digital vernetzten Welt zu antworten. Worauf achten sie dabei?

1. Die digitale Kommunikation verändert das Gehirn.

2008 belegte Gary Small in „Surviving the technological alteration of the modern mind“: die Gehirnaktivität erfahrener Internet-Nutzer ist anders. Die Umstrukturierung geschieht dabei erstaunlich schnell: nach 5 Tagen mit je 1 Stunde surfen. Der betroffene Bereich ist ein Zentrum für Entscheidungsfindung und Problemlösen. Die Reaktion: Digital Detox für alle! Aber das wäre als wenn Unternehmen Mitarbeitern permanent „nutritional detox“ verordnen, weil die Kantine nur Junkfood im Programm hat. Zwei Dinge weisen den richtigen Weg: ein digitaler Codex, der Tools wie „ gezielte Textstruktur für Powerbrowser“ und kognitionspsychologische Lösungen wie „PQ4R“ enthält. Der zweite Weg ist die Stärkung der mentalen Ressourcen mit gezielt dafür entwickelten Braintrainings. Daraus besteht das unternehmensseitige Investment in eine digitale Future Fitness.
2. Das Hirn verändert die digitale Kommunikation.

Ein Wort vereint alle digitalen Start Ups: „No Brainer“. Das erklärte Ziel: digitale Anwendungen zu schaffen, die einfach und direkt anwendbar sind; in der Fachsprache: den „cognitive load“ reduzieren, die kognitive Belastung der Empfängerhirne. Das ist der Kern des methodischen Erfolges. Unternehmen können davon lernen. Marissa Mayer brachte es auf den Punkt „Im Internet ist Design mehr Wissenschaft als Kunst. Weil man alles sehr rasch wiederholen und sehr genau messen kann“. In Unternehmen gilt das für die interne wie die externe Kommunikation.

Dieser Chance stehen Ablehnungsbranchen (Immobilien), Angstbranchen (Touristik) und Nebelbranchen (Einzelhandel) gegenüber. Wer hier zuerst Hubs und Plattformen zur Lösungsgenerierung schafft wie BlackPrintPartners, der wird zum Zukunftstreiber.

3. Algorithmen sind das neue Opium für das Volk.

„Tastaturerkennung warnt vor zu zornigen Emails“ titelt Spektrum der Wissenschaft Ende 2014. Was folgt? Eine Automatisierung der Gesellschaft? Die Studie „Future of Employment“ der Oxford Uni legt nahe: 35% der Jobs werden in den nächsten 20 Jahren von Algorithmen/ Robotern übernommen. Auf dem World Ecomic Forum zeigte sich: im Jahr 2011 hat die Digitalisierung 6 Millionen Jobs weltweit geschaffen. Fluch oder Segen – Unternehmen haben es in der Hand, von der Digitalisierung zu profitieren.

Ein erstes Fazit: Die digitalisierte Welt ist da. Sie bietet uns die Möglichkeiten, die Komplexität des 21. Jahrhunderts zu bewältigen. Wenn wir sie richtig nutzen. Dr. Carl Naughton freut sich darauf, Ihnen in Vortrag und Workshop Impulse zu geben, wie das funktionieren kann.