Die Studie

Die Studie fokussiert auf individuelle Unterschiede in der Bereitschaft, sich auf organisationale Veränderungsprozesse einzulassen. In diesem Kontext werden drei psychologische Konstrukte auf ihre Zusammenhänge und ihre Vorhersagemöglichkeiten zur Veränderungsbereitschaft untersucht: das Psychologische Kapital, die Psychologische Flexibilität und die Neugier.

Die Veränderungsbereitschaft

Die Veränderungsbereitschaft wird dabei in drei Faktoren aufgeteilt: die generelle Veränderungsbereitschaft, die spezifische kognitive und die spezifische emotionale Veränderungsbereitschaft. Die mittels Clickforce im Rahmen einer digitalen Befragung 399 Teilnehmer erhobenen Daten werden analysiert. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die psychologischen Konstrukte untereinander korrelieren, diese Korrelationen sie jedoch als eigenständige Konstrukte bestätigen. In der hierarchischen Regression zeigt sich, dass alle drei Konstrukte die drei Faktoren der Veränderungsbereitschaft unterscheidbar voraussagen. Während das Psychologische Kapital die allgemeine und die spezifische kognitive und die emotionale Veränderungsbereitschaft voraussagt, kann mit Hilfe der Psychologischen Flexibilität die Varianzaufklärung für die allgemeine und die spezifische emotionale Veränderungsbereitschaft erhöht werden. Die Neugier (5DC) wird als Messinstrument in eine deutsche Version übertragen, hin- und rückübersetzt, sowie mit Hilfe von CFA, Trennschärfe und interner Konsistenz auf Konstruktvalidität überprüft.

Die Ergebnisse

Die Ergebnisse bestätigen die für das Originalinstrument angenommene korrelierende fünf-faktorielle Struktur. 5DC korreliert mit den übrigen Konstrukten und weist in Bezug zur generellen Veränderungsbreitschaft die höchste Hebelwirkung auf, trägt zur Varianzaufklärung in der generellen wie in der spezifischen, kognitiven, aber nicht in der spezifischen, emotionalen Veränderungsbereitschaft bei. Ferner werden Implikationen für die Stärkung der Veränderungsbereitschaft in Organisationen diskutiert und in Bezug zu bestehenden Interventionsergebnissen gesetzt.

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