Digitalisierung: Weg vom Digital Burnout, hin zur Digitalen Erleuchtung.

 

pcsystemSein persönliches Erlebnis rund um die Digitalsierung. Mit 8 Jahren schrieb er sein erstes Computerpogramm. Auf einer IBM Maschine. Mit grünem Monitor und Floppy Disks. 1990 entwickelte er für die RCG Programm zur Hühnerhaltung. In der Folge entwickelte er übrigens auch einen kuriosen Appetit für halbe Hähnchen.

Im Vortrag „iBrain“ räumt er auf mit den digitalen Mythen. Er macht Mut, sich mit dem und jenseits des Digitalen zu bewegen. Verblüffende Erkenntnisse an der Schnittstelle von kognitiver Psychologie und Cyberpsychologie.

Eine Dokumentation der BBC brachte es auf den Punkt. „The world is moving at 105.441 km/h. Keep Up!“ Im neuen Jahrtausend gibt es keine Ruhezonen mehr. Menschen in Unternehmen erleben das tagtäglich. Die Mindjet-Studie von 2012 belegt: Die Informationsrecherche der Mitarbeiter kostet Unternehmen jährlich € 4.334 pro Person. Jede 5. Mail wird nicht gelesen. 14% arbeiten länger, um alles zu schaffen. 12% sind sich der Problematik bewusst, haben aber keine Lösung. Die restlichen 74% waren zu überlastet, um an der Studie teilzunehmen.

Mythos Infoflut

Ertrinken wir in der Infoflut? Dümpeln wir gemeinsam einsam in der digitalen See? Nein. Denn vom Ertrinken sind wir weit entfernt. Nur haben wir leider nie unseren „Freischwimmer für das digitale Hirn“ absolviert.

Denn die Ergebnisse der Mindjet-Studie ebnen den Weg für einen erstaunlichen Denkfehler. Sie betrachten die digitale Welt als distanzierter und bewertender Beobachter. Viele bewegen sich nicht selbst in den Netzwerken. Sie empfinden es  als eine schwer zu ertragende Kakophonie. Daher fühlen sie fühlt sich logischerweise schnell überfordert und vielleicht sogar aggressiv belästigt. Das Ergebnis ist ein Mensch, der sich als Netzwerk-Zaungast erlebt. Er schaut einer wilden Party gleichermaßen neugierig wie irritiert aus der Ferne zu. Zukunftsfähige Menschen und Organisationen schaffen eines besonders gut. Sie sind in der Lage, auf die  Komplexität und die Dynamik einer digitalen  Welt zu antworten. Worauf achten sie dabei?

3 iBRAIN-Skills der Digital Literacy

internet-brain1. Die digitale Kommunikation verändert das Gehirn. 2008 schrieb Gary Small  „Surviving the technological alteration of the modern mind“. Darin untersuchte er die Gehirnaktivität erfahrener Internet-Nutzer. Die Umstrukturierung geschieht dabei erstaunlich schnell. Nach 5 Tagen mit je 1 Stunde surfen. Der betroffene Bereich ist ein Zentrum für Entscheidungsfindung und Problemlösen. Was können wir tun? In zeitgemäße Techniken wie das Schreiben von „F-Texten“ einführen. Die Nutzung kognitionspsychologischer Lösungen wie „PQ4R“ professionalisieren. In die Ausbildung einer „digital literacy“ investieren. Der zweite Weg ist die Stärkung der mentalen Ressourcen. Das geschieht mit gezielt dafür entwickelten Braintrainings. Daraus besteht das unternehmensseitige Investment in eine post-digitale Future Fitness.

 

no-brainer-list-cash-review2. Das Hirn verändert die digitale Kommunikation. Ein Wort vereint alle digitalen Start Ups: „No Brainer“. Das erklärte Ziel sind digitale Anwendungen. Diese sind einfach und direkt intuitiv nutzbar. Weil sie  den „cognitive load“ reduzieren. Darum verringern sie auch die kognitive Belastung der Empfängerhirne. Genau darin besteht der Kern des methodischen Erfolges. Unternehmen können davon lernen. Marissa Mayer sagt es deutlich. „Im Internet ist Design mehr Wissenschaft als Kunst. Hier lässt sich  alles sehr rasch wiederholen und sehr genau messen“. Genau das gilt in Unternehmen für die interne wie die externe Kommunikation. Auch innerhalb Unternehmen schaffen digitale Lösungen erst Mehrwert. Weil ihre Benutzung weniger Ressourcen verlangt. Dieser Chance stehen Ablehnungsbranchen (Immobilien) gegenüber. Angstbranchen (Touristik) und Nebelbranchen (Einzelhandel) positionieren sich. Zukunftstreiber schaffen sich  zuerst Hubs und Plattformen zur Lösungsgenerierung.

 

entcybert  3. Digital Skills. Die Ergebnisse der Information Overload Scale zeigen: Die Frage nach dem „Zuviel“ ist gestrig. Informationsüberlastung ist eine Frage des Mood Managements. Daraus folgert sich eine klare Frage. „Welche Skills brauchen wir eigentlich in einer Welt, die reales und virtuelles Erleben gleichsetzt?“. Darauf lauten die Antworten „photo-visual literacy“, „branching literacy“ und  sozio-emotionale Fähigkeiten.

 

Fazit. Carl Smith von Google sagte es bereits 2015. „Nine in ten jobs that we’re creating right now require some form of digital literacy”.