Wunderkammer im Netz.

Posted by on Jan 29, 2015 in Innovation, Neugier | No Comments

Einen ganzen Katalog skurriler Fundstücke trägt der Historiker Benjamin Breen im Netz zusammen. Er nennt seine Sammlung RES OBSUCRA – a catalogue of obscure things. Sie gleicht einer großen Wundertüte an Inspirationen für jeglichen Gedankengang.

Hier können Menschen ihre diversive wie auch ihre espistemische Neugier stillen. Die diverse Neugier ist unser genereller Drang nach Neuem. Sie ist eher oberflächlich und flattert von einer Neuigkeit zu anderen. Der Drang nach dem Neuen und dem Nächsten. Ganz anders die epistemische Neugier. Sie ist die seriöse Schwester. In ihr bündeln sich klare Verhaltensweisen: das Aufstöbern des Neuen und direkt das in die Tiefe gehende Erforschen, dass zum Verständnis des Neuen führt: Wissen Wollen x Dran bleiben.

Und bei Res Obscura können Menschen beiden Arten frönen. Quasi eine Mischung aus Wunderkammer und Feuilleton. Und vor allem ist Alles in die Tiefe recherchiert und belegt.

10123_img_0036Denn dort ist sprichwörtlich alles zu finden: von einer Literaturliste über Lachgas über ein Rezept für “Italian Cheese” aus dem 18. Jahrhundert bis hin zu einer Sammlung ungewöhnlicher Landkarten; wie wäre es z.B. mit einer, die ein Europa ohne Deutschland zeigt.

Wahrlich eine kuriose Meisterleistung, um Menschen hinter dem Ofen hervorzuholen. Denn mit dieser Karte nutzten die Deutschen die französische Veröffentlichung für sich. Eigentlich als Motivation um 1913 in Paris mit der Überschrift “Die Teilung Deutschlands –  unser Ziel für Morgen”, versahen die Deutschen es mit einem passenden Unter-Titel.

 

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